Der Machertag der Handwerkskammer Unterfranken in Würzburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Bildungsmessen rund ums Handwerk entwickelt – nicht nur in der Region, sondern weit darüber hinaus. Auch wir von Pfenning Massivholzmöbel waren in diesem Jahr wieder mit dabei – zum vierten Mal in Folge. Für uns ist diese Veranstaltung eine großartige Gelegenheit, das zu zeigen, was unseren Beruf so besonders macht: Handwerk zum Anfassen.
Schreinerhandwerk selbst ausprobieren
An unserem Stand konnten Besucherinnen und Besucher direkt selbst aktiv werden. Gemeinsam mit uns übten sie den Umgang mit klassischen Werkzeugen – hobeln und sägen. Für viele war es das erste Mal, dass sie einen Hobel in der Hand hielten. Umso größer war die Freude, wenn aus einem rauen Stück Holz plötzlich eine glatte Oberfläche entstand.
Auch an einem weiteren Stand eines Innungsmitglieds der Schreinerinnung konnten Interessierte praktische Erfahrungen sammeln. Dort wurde mit dem Akkuschrauber gearbeitet, und die Besucher fertigten eigene Bilderrahmen an. Ergänzt wurde das Angebot durch die Schreinerinnung, die vor Ort ausführlich über den Ausbildungsberuf Schreiner bzw. Tischler informierte und Fragen zur Ausbildung beantwortete.
Großes Interesse am Schreinerberuf
Mit rund 3.000 Besucherinnen und Besuchern war der Machertag auch in diesem Jahr wieder hervorragend besucht. Besonders erfreulich war für uns, dass neben vielen Jugendlichen auch zahlreiche Erwachsene Interesse am Schreinerhandwerk zeigten.
Eine Begegnung ist uns besonders in Erinnerung geblieben: Eine Juristin, die ihren Beruf einst den Eltern zuliebe gewählt hatte, erzählte uns, dass sie nun im zweiten Lebensabschnitt den Schritt wagen möchte, das zu tun, was sie schon immer begeistert hat – Schreinerin werden. Solche Gespräche zeigen eindrucksvoll, wie viel Leidenschaft und Faszination im Handwerk steckt.
Auch viele Jugendliche nutzten die Gelegenheit, ganz konkret nach dem Weg in den Schreinerberuf zu fragen. Wir erklärten ihnen den Ausbildungsweg: Die Ausbildung beginnt mit dem Berufsgrundschuljahr (BGJ). Hier findet der Unterricht ausschließlich in der Schule statt. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr wechseln sich dann Blockunterricht in der Schule und praktische Ausbildung im Betrieb ab. Dieser Aufbau ermöglicht es den Auszubildenden, sowohl fundiertes theoretisches Wissen als auch umfassende praktische Erfahrung zu sammeln.
Wertvolle Gespräche und besondere Momente
Ein besonderer Moment ergab sich, als Michael Bienert, Präsident der Handwerkskammer Unterfranken, unseren Stand besuchte. Dabei stellte sich eine spannende Frage: Hat der Präsident eigentlich schon einmal selbst gehobelt?
Die ersten Versuche waren – sagen wir – noch etwas holprig. Doch nachdem Ramona ihn ermutigte, noch einmal genau zu beobachten, wie Florian den Hobel führt, klappte es schließlich. Der gelungene Hobelzug wurde von den Zuschauern mit Applaus und Lobeshymnen belohnt – ein schöner Beweis dafür, wie viel Spaß das Handwerk machen kann, wenn man sich einfach darauf einlässt.
Eine Messe mit Strahlkraft für das Handwerk
Eingeladen wurden wir – wie jedes Jahr – von der Handwerkskammer für Unterfranken. Besonders hervorheben möchten wir dabei die Organisation durch Silke Waterstrad, die den Machertag mit außergewöhnlichem Engagement vorbereitet und durchführt. Aus unserer Sicht ist der Machertag längst zu einer der bedeutendsten Veranstaltungen zur Berufsorientierung im Handwerk geworden.
Unsere Botschaft bleibt klar: Handwerk ist spannend, kreativ und voller Möglichkeiten. Wer gerne mit den Händen arbeitet, Ideen umsetzt und am Ende des Tages etwas Greifbares geschaffen hat, findet im Schreinerberuf eine erfüllende Perspektive.
Der Machertag zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie groß das Interesse an handwerklichen Berufen ist – und wie wichtig es ist, jungen Menschen die Chance zu geben, das Handwerk selbst zu erleben.


